Eine kleine Zeitreise

"Was Du nicht weitergibst ist verloren"

  • jahrtausende alte mündlich überlieferte spirituelle Traditionen.
  • erste schriftliche Quellen des Yoga zwischen 1700 - 1100 v. Chr.
  • älteste überlieferte Yoga-Übungspraxis ca. 700 v. Chr.
  • zwischen 200 v. Chr. und 200 n. Chr. entstanden zentrale religiöse und philosophische Werke des Yoga (Baghavad Gita und Yoga-Sutra).
  • das Hatha Yoga entwickelte sich ab dem 11.Jhd n. Chr.
  • nach einer Hochblüte im 14 - 15 Jhd n. Chr. verlor Yoga durch kulturell- soziale Veränderungen der indischen Gesellschaft immer mehr an Bedeutung.
  • ab dem 19. Jhd. Rückbesinnung auf das eigene kulturelle Erbe in Indien (Wiederentdeckung des Yoga).
  • Ab dem 20 Jhd. Renaissance des Yoga. Indische Yogapioniere öffneten Yoga für Menschen aus dem Westen.
  • Heute weltumfassende Kultur- und Gesundheitsbewegung mit einer Vielzahl von verschiedenen Ausrichtungen und Stilen.
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Geschichte des Yoga

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Yoga bis ca 200 n. Chr.

Mündliche Überlieferungen über Yoga dürften mehrere Jahrtausende alt sein. Es ist anzunehmen, dass es schon lange vor den ersten schriftlichen Zeugnissen eine mündliche, religiös-asketische Yoga Praxis, gegeben hat. 

  • Yoga wird zum ersten Mal in den Veden (spirituelle Schriften) erwähnt. Über den  genauen Zeitraum der Verschriftlichung der Veden herrscht in Fachkreisen Uneinigkeit. Es wird eine Zeitspanne für Ursprung und Entstehung von 1700 - 1100 v. Chr. angenommen.
  • In der Rigveda (älteste Veda) finden sich die ersten schriftlichen Quellen des Yoga. Asketen führten spirituelle Praktiken in unmittelbaren Zusammenhang mit der Natur und der Suche nach Sinn und Wohlbefinden des Lebens aus. Ihre Erfahrungen aus Studium und Rezitation von spirituellen Texten und der Durchführung von Riten und Opfern gaben sie in Gedichtform wieder. In diesen Texten findet sich auch erstmals der Begriff Yoga mit der Bedeutung "anjochen" und "vereinen" wieder.
  • Die ältesten Textzeugnisse über die Übungspraxis des Yoga sind aus den Upanishaden überliefert. Die Schriften der Upanishaden stammen aus der spätvedischen Zeit um ca. 700 v. Chr. In diesen Werken, die in Form philosophischer Dialoge niedergeschrieben wurden, wird über die Natur des Seins und das Schicksal der Seele spekuliert. Dabei steht vor allem die Meditation im Mittelpunkt der Yogapraxis.
  • Die Upanishaden legten die Grundlagen für die beiden großen Ausrichtungen des Yoga in der klassischen Zeit, sowohl den religiösen als auch den philosophischen Yoga. In dem Zeitraum zwischen ca. 200 v. Chr. und 200 n. Chr. entstanden dazu zwei zentrale Texte für das Yoga:
  1. Die Bhagavad Gita zeigt Yoga vor allem im religiösen Zusammenhang.
  2. Das Yoga-Sutra von Patanjali ist die Grundlage des philosophischen Yoga.



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Yoga ab ca. 200 n. Chr. 

  • Ab dem 2. Jahrundert n. Chr. gab es veschiedene Strömungen innerhalb der indischen Philosophie und Religion, die als Tantra (Gewebe) bezeichnet wurden. In voller Ausprägung liegt diese Lehre erst ab dem 7./8. Jahundert n. Chr. vor. Der heutige Tantrismus stammt aus dem 17. Jhd. und stellt eine Sammlung von rituellen Techniken dar. Hauptelemente sind Prinzipien und ihre Wechsel-wirkungen im Universum. 
  • Hatha Yoga gehört zu den jüngsten Entwicklungen der indischen Yoga-Tradition und ist um ca. 1100 n. Chr. aus einer Strömung des Tantrismus entstanden. Dabei zeigte sich Hatha-Yoga als eine Form des Yoga, die auch der im Alltag lebende Mensch praktizieren konnte. Die ersten Lehrer des Hatha-Yoga integrierten auf der Basis des Tantrismus verschiedene Traditionen, wie die spirituellen Wege der Vedanta (Spätwerk der Veden), die philosophischen Yoga-Sutras von Patanjali und die Lehren des Buddhismus.
  • Yoga erlebte insbesondere durch das Hatha-Yoga im 14. und 15. Jhd. eine erste Hochblüte. In den folgenden Jahrhunderten begann eine Phase der Stagnation und es entwickelte sich eine "weltverneinde Askesepraxis" bei vielen Yoga-Praktizierenden. Nach Indien reisende europäische Missionare und Kaufleute erlebten im 17. Jhd. Yoga in erster Linie als Weg der Fakire und Asketen.
  • Erst im 19. Jhd. fand in Indien wieder eine Rückbesinnung auf das eigene kulturelle Erbe statt. Es entstanden dabei die ersten Wurzeln einer Yoga Renaissance. Aus diesen Anfängen entstand ein Prozess der unter anderen 1947 zur indischen Unabhängigkeit führte. 
  • Indien stand und steht im Spannungsfeld zwischen Rückbesinnung auf die eigene Tradition und der Ausrichtung auf die neuzeitliche westliche Kultur. Aus dieser Spannung zwischen Ost und West, zwischen Tradition und Moderne, entstand in Indien das "Moderne Yoga"
  • Pioniere des Yoga wie T. Krishnamacharya, Pattabhi Jois, B.K.S. Iyengar, T.K.V. Desikachar, Indra Devi, Swami Sivananda und Swami Vishnudevanada öffneten sich für die westliche Kultur und die säkulare Welt der Wissenschaft. Sie lösten Yoga aus dem religiösen Kontext und lehrten einen auch für den westlichen, religiös ungebunden Menschen gangbaren Erfahrungsweg.
  • Sie bereiteten den Boden für das heutige Yoga als Praxis für alle Menschen.

einige wichtige  Begriffe

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Bhagadvad Gita

Bhagadvad Gita = "Gesang Gottes"
Eine der zentralen Schriften des Hinduismus.
Sie hat die Form eines spirituellen Gedichts und ist vermutlich zwischen            dem 5. und 2. Jhd v. Chr. entstanden.
Der Text ist eine Zusammenführung mehrer verschiedener Denkschulen des damaligen Indiens, wesentlich auf der Grundlage derVeden, Upanishaden und des orthodoxen Brahamnismus.

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Hatha Yoga

Hatha = "Kraft, Stäke, Hartnäckigkeit, Anstrengung, Bemühung"
Die zwei Silben "Ha" (Sonne) und "Tha"(Mond) stehen auch für die männliche und weibliche Energie.
Hatha Yoga ist eine Form des Yoga, bei der das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist vor allem durch körperliche Übungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und Meditation angestrebt wird. 

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Tantra

Tantra = "Gewebe, Kontinuum, Zusammenhang"
Tantra bezeichnet eine Vielzahl von Strömungen innerhalb der indischen Philosophie und Religion. Sie ist zunächst als esoterische Form des Hinduismus und später des Buddhismus entstanden.
Tantra ist eine, in den fernöstlichen Religionen (z.B. Hinduismus, Buddhismus, Sikhismus) übergreifende spirituelle Bewegung, in welcher die "weibliche" Energie als Grundlage von allen gesehen wird.
Die Lehre des Tantra beinhaltet ein System aus feinstofflicher Energiezentren (Chakras) und Energiekanäle (Nadis).

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Upanishaden

Upanishaden von upanisad = "sich niedersetzen" 
Eine Sammlung philosophischer Schriften im Hinduismus und Bestandteil der Veden (Spätveda).
Nach der hinduistischen Tradition werden 108 Upanishaden anerkannt. 
Die Texte sind wohl in Versform wie in Prosa abgefasst.

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Veden 

Veden = "Wissen"
Die Veden gelten im Hinduismus als heilige Schriften, die zunächst mündlich, später verschriftlich überliefert wurden.
Sie bestehen aus vier Teilen (Rigveda, Samaveda, Yajurveda und Atharveda).
Jeder Veda besteht wiederum vier Teilen = Samhita (Hymnen), Aranyakas (Erklärungen), Brahmanas (rituelle Erläuterungen) und Upanishaden (philosophische Aussagen/Weisheiten).

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Vedanta

Vedanta = "Ende des Wissens"
Vedanta ist heute eine der populärsten Richtungen der indischen Philosophie. Innerhalb der Vedanta gibt es mehrere Richtungen, von denen die Advaita Vedanta die Bedeutenste ist.
Advaita Vedanta ist eine philosophische Strömung die davon ausgeht, dass es
im Bereich des Absoluten, das heißt als höchste Realität, nur Nichtdualität (Advaita) gibt. Damit ist letztendlich die Identität von individuellen Selbst (Atman) und dem Absoluten (Brahman) gemeint. 

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Yoga-Sutra von Patanjali

Sutra = "Leitfaden"
Das Yoga-Sutra ist einer der zentralen philosophischen Urprungstexte des Yoga, das von dem Autor Patanjali verfasst wurde.
Das Yoga-Sutra ist ein Leitfaden für Yoga, dass aus 195 Versen, in vier Kapiteln eingeteilt, besteht.
In diesen Versen ist in hochkonzentrierter Form die Essenz des Yogaweges gebündelt. Es ist eine der ältesten Überlieferungen der Yogatradition.

Näheres zu Yoga-Sutra siehe bei "Yoga Philosophie"